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| Wie die Baumgärten ins Land kamen |
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| Montag, den 08. März 2010 um 13:08 Uhr |
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Bericht und Foto im Trierischen Volksfreund von Kathrin Hofmeister Der „Bongert“, zu deutsch Baumgarten, ist eines der prägenden Elemente der Landschaft um Echternach und des Bitburger Gutlands. Als ein Beispiel grenzüberschreitender Gemeinsamkeiten kommt die hofnahe Vieh- und Obstwiese im „Doppeladler-Mit-Mach- Buch“ vor. Der TV informierte sich vorab. Die Bürger sind weiter aufgerufen, sich an dem Projekt über die gemeinsame Identität zu beteiligen. Echternach. Schlaglöcher im Straßenbelag, eine Flut von Verordnungen und der Ruf nach einem gerechteren Steuersystem – das klingt ziemlich aktuell. Tatsächlich geht es um ein Szenario, das vor rund 250 Jahren in der Grenzregion spielt. Das damalige Herzogtum Luxemburg, zu dem auch die heutige Südeifel gehörte, stand unter österreichischer Herrschaft (1714-1794). Unter dem Doppeladler (Wappentier der Habsburger und der Abtei Echternach) sollte die Region einen wirtschaftlichen Aufschwung erleben, der das Gesicht der Landschaft bis heute prägt.
Bis zum voraussichtlichen Erscheinen des „Kulturrouten- Führers“ im Herbst kann sich die Bevölkerung weiterhin aktiv einbringen (siehe Extra). Zum Beispiel damit, welche Bedeutung die „Bongerten“ heute noch haben. Die mit Obstbäumen bestückten „Baumgärten“ weiteten sich im 18. Jahrhundert stark aus. „Für die Erzeugnisse des Bongert in unmittelbarer Nähe des Hofes mussten die Bauern keinen Zehnt entrichten“, erklärt Moes. „Und sie dienten als hofnahe Weide“ – eine Bedeutung, die sie bis heute besitzen. Gesetzliche Neuerungen in der Land und Forstwirtschaft hatten aus Weiden Äcker gemacht. Gleichzeitig war durch den Anbau von Futterpflanzen wie Klee und Luzerne Sommerstallhaltung möglich geworden. Das Futter kam zum Vieh, so wie man das heute kennt. Während Maria Theresia 1751 für das Straßenbild Bitburgs befahl, „dass alle Misten auf der Straßen, absonderlich in der Hauptstraßen und Marckplatzen...hinwegh geführt werden“, sammelten die Bauern den Dung ihrer Tiere fleißig ein. Damit wurden die Äcker immer besser gedüngt. Die gezielte Intensivierung der Landwirtschaft ließ nicht nur die Früchte auf den Feldern wachsen, sondern auch den Reichtum auf dem Lande. Leibeigenschaft und viele Privilegien der Oberschicht waren abgeschafft worden. „Man hatte erkannt, welchen Wert die landwirtschaftliche Produktion für die Staatswirtschaft beisteuern konnte“, fasst Moes die Entwicklung zusammen. Gegen die Schlaglöcher setzte man übrigens auf die Untertanen. Im Frühling mussten sie alle Wege ausbessern. |





