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29.07.2009 - www.volksfreund.de Mit dem Doppeladler-Publikationsprojekt wollen der Projektträger Deutsch-Luxemburgischer Naturpark, die Stadt Echternach und die VG Irrel auf die Spuren ihrer gemeinsamen Kultur begeben. Dabei ist auch die Unterstützung der Bevölkerung gefragt.
Von unserer Mitarbeiterin Kathrin Hofmeister
Echternach. „Ich meen mir können su schwätzen“, sagt Théo Thiry. Mit dem grenzüberschreitend gesprochenen Moselfränkisch eröffnete der Bürgermeister der Stadt Echternach die Vertragsunterzeichnung zum Doppeladler-Publikationsprojekt. Regionale Identität fängt bei der Sprache an. Und um Identifikation geht es den Kooperationspartnern, namentlich dem Projektträger Deutsch-Luxemburgischer Naturpark, der Verbandsgemeinde (VG) Irrel und der Stadt Echternach.
Die Architektur zeigt die gemeinsamge Geschichte
„Dat Ganz is entstanden von a Idee von Georges Calteux“, sagt Hans Michael Bröhl, Bürgermeister der VG Irrel. Ausgehend vom Neubau der Abtei Echternach kann man am Baustil bedeutender Gebäude wie Schloss Weilerbach über landwirtschaftliche Anwesen wie Schlossgut Petry im Goldenen Grund bis zu bescheideneren Bauernhäusern entlang der Doppeladler-Route einen einheitlichen Baustil erkennen. Die in der Architektur sichtbar gewordene gemeinsame Geschichtesolle jedoch lediglich die Grundlage für weitere Darstellungen der gemeinschaftlichen Kultur sein, betonten die Projektleiter. Ein Meilenstein soll das im nächsten Frühjahr erscheinende Doppeladler- Buch sein. Das Besondere des Werkes über verbindende Elemente links und rechts der Sauer, ist die Möglichkeit der Bevölkerung, aktiv mitzugestalten.
Erste Mitteilungen gingen nach Berichterstattungen im TV, der das Projekt unterstützt, bereits ein. So stieß man im Wald von Bollendorf auf einen Maria-Theresia-Grenzstein. Aufmerksamkeit erregte ein Doppeladler in der Kapelle von Neuerburg. Unter die Lupe nehmen wird das Redaktionsteam die „reichen“ Hofgüter in Körperich und die „armen“ Schäfereien im Sauer- und Prümtal mit ihrer Webertradition. Auf der Burg Bollendorf wurde das erste Doppeladler Gericht nach alten Vorlagen kreiert: mit Schinken gefüllte Pfannkuchen, genannt „Pan-Ham“, wobei „Ham“ das keltische Wort für Schinken ist. Von solchen Zeitzeugnissen bis zum Gericht der Großmutter „Judd mat Gardebounen“ (Schweinehals mit Gartenbohnen) kann weiterhin alles eingereicht werden.
Kontakt: Verbandsgemeindeverwaltung Irrel, z.Hd. Herrn Marc Bonny, Auf Omesen 2,54666 Irrel Telefon 06525/79117, oder im Internet unter www.doppeladler.eu
EXTRA Der Doppeladler dokumentiert eine deutsch-luxemburgische Zusammenarbeit. Historisch erinnert das Wappentier der Abtei Echternach und der österreichischen Krone an eine Zeit wachsenden Wohlstandes, als die strukturschwache Grenzregion von Wien aus regiert wurde (1714-1794). Ausgehend vom Abtei-Neubau setzte der Echternacher Baustil eine architektonische Blütezeit in Gang und schlug sich in der Profanarchitektur zahlreicher Bauernhäuser nieder. In dieser Form halten Experten das barocke Erbe für einmalig in der Welt. Aber auch in anderen Bereichen des Alltagslebens ist die gemeinsame Kultur nachweisbar. Diese Bereiche aufzuspüren, ist Ziel des Doppeladler-Publikationsprojekts. (kf)
Anlagen:
Seite TV | [Bericht im Trierischen Volksfreund] | 294 Kb |
Seite LaL | [Bericht Tageblatt "Land a Leit" / Lux.] | 215 Kb |
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