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| Auf den Spuren einer gemeinsamen Identität |
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24.12. 2008 - www.volksfreund.de Von unserer Mitarbeiterin Kathrin Hofmeister Vertreter der Gemeinden Echternach und Irrel haben den Startschuss für ein grenzüberschreitendes Kulturprojekt gegeben, das der TV redaktionell begleitet. Für und mit der Bevölkerung soll ein Buch entstehen, das die gemeinsame Geschichte Luxemburgs und der Südeifel lebendig werden lässt. Echternach. Als Kulturweg "Doppeladler" sind die gemeinsamen kulturellen Wurzeln beiderseits der Sauer bereits seit über einem Jahr zu besichtigen (siehe Infokasten). Jetzt soll der Adler mit den zwei Köpfen auch in den Köpfen der Bevölkerung landen. Dazu trafen sich am Mittwoch Vertreter der Gemeinden Echternach und Irrel, um das Konzept des Publikationsprojekts "Doppeladler" zu erläutern. Unter dem Arbeitstitel "Auf den Spuren einer gemeinsamen Identität" soll ein Buch veröffentlicht werden, das auf informative und unterhaltsame Weise das barocke Erbe der Echternacher Abtei bis in die Gegenwart beleuchtet. Das Besondere daran ist, dass es im Dialog mit der Öffentlichkeit entsteht. André Hartmann, Schöffe der Stadt Echternach, betonte, dass der grenzüberschreitende Ansatz eine "immens wichtig Saach" sei. Er plädierte für das Weiterleben des Projektes mit einer möglichst breiten Beteiligung von kommunalen wie privaten Partnern. Hierzu sei das Buch die geeignete Initialzündung. Es müsse "flott geschriewen sinn", meinte Georges Calteux. Damit strich der Präsident des Verkehrsvereins Echternach heraus, dass es nicht darum gehe, eine weitere wissenschaftliche Theorie zu produzieren, sondern die gemeinsame Identität in die Praxis umzusetzen. Auch Bürgermeister Hans-Michael Bröhl von der Verbandsgemeinde Irrel würdigte die Idee des Doppeladlers, der symbolisch als Klammer um die Entwicklung der gesamten Region beiderseits der Sauer verstanden werden kann. Der Doppeladler hat österreichische Wurzeln Der
Namensgeber "Doppeladler" war für das grenzüberschreitende Projekt
gewählt worden, weil er die Wappen der Abtei Echternach und des Hauses
Habsburg ziert. 1512 hatte Kaiser Maximilian I. die Abtei Echternach
reichsunmittelbar gemacht. Das Herzogtum Luxemburg, zu dem auch die
Südeifel zählte, fiel 1714 unter österreichische Herrschaft. Das
Symbol des Adlers hat in der heutigen Grenzregion eine Geschichte, die
sogar auf die Zeit vor der österreichischen Herrschaft zurückgeht",
berichtete das Autorenteam auf der Auftaktveranstaltung. So trug
bereits Johannes Zeck, aus Irrel stammend und in Echternach als Schöffe
tätig, einen Adler in seinem Siegelring. "Der Adler wurde in der
Geschichte gerne als Wappentier verwendet, da dieser Intelligenz und
Schlauheit verkörpert", berichtete Marc Bonny von der
Tourismusentwicklung in der Verbandsgemeinde Irrel. Diese
zwei Eigenschaften sind nun gefragt, wenn es darum geht, wo es noch
Doppeladler in der Grenzregion gibt. In Remich beispielsweise kann man
das Wappen noch bestaunen. Die Haltestellen der Postkutschen trugen das
Wappen des Doppeladlers. Noch Verborgenes soll nun mit Hilfe der Bürger
aufgespürt werden. "Wer weiß noch etwas, das auf die Doppeladler-Zeit
zurückgeht", lautet die konkrete Frage. Über den Fortgang des
zusammengetragenen Wissens wird der TV in loser Folge berichten. Alles
Wissenswerte, das in Zusammenhang mit der gemeinsamen Identität der
deutsch-luxemburgischen Grenzregion steht, kann geschickt werden an:
Verbandsgemeinde Irrel, z.H. Herrn Marc Bonny, Auf Omesen 2, D-54666
Irrel. Die Faltkarte "Deutsch-luxemburgischer Kulturweg Doppeladler" mit den einzelnen Stationen und Erläuterungen zu den Sehenswürdigkeiten ist erhältlich beim Verkehrsamt der VG Irrel, Marc Bonny, Telefon 06525/79117 oder dem Verkehrsverein in Echternach, Telefon 00352/720230. Nähere Informationen unter: www.doppeladler.eu. Extra Der Kulturweg "Doppeladler": Auf einer Distanz von 90 Kilometer verbindet der grenzüberschreitende Kulturweg "Doppeladler" Schlösser, Herren- und Bauernhäuser auf deutscher und luxemburgischer Seite. An ihrer Architektur ist die gemeinsame Identität der Region erfahrbar. Ermöglicht wurde das durch die von der Echternacher Abtei geprägte Blütezeit durch eine ungewöhnlich lange Friedensperiode. Von 1714 bis 1794 stand das Herzogtum Luxemburg, zu dem auch die heutige Südeifel gehörte, unter österreichischer Herrschaft. Das Haus Habsburg ließ die Abtei Echternach neu erbauen. Nach Fertigstellung des Klosters entstanden im Umkreis von bis zu 70 Kilometern weitere Klosterfilialen im selben Baustil. Einzigartig ist das Übergreifen des Baustils auf zahlreiche Bauernhäuser der Großregion. (kf) |




